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Digitalisierung

Die Digitalisierung beschreibt aus gesellschaftlicher Perspektive ein Makro-Phänomen, das die Menschheit durch Schnelligkeit und Universalität der Datenverarbeitung in Echtzeit vernetzt. Kennzeichen und Antreiber der Digitalisierung sind breitbandige Datenautobahnen und (drahtlose) Übertragungswege. International herrscht längst ein Wettlauf um die digitale Hegemonie und damit um wirtschaftlichen Einfluss: In der Folge kaufen Großkonzerne kleine Start-Ups und Mitbewerber um besonders fortschrittliche und innovative Technologien auf. Insbesondere in Asien und den USA wird der digitale Fortschritt fest in der Unternehmenslandschaft und –kultur verankert. Ziel der digitalen Innovatoren ist es, vernetzte Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die durch Datenspeicherung bzw. Datenauswertung optimiert und automatisiert werden können. Kommunikation und Vernetzung sind die Kernkompetenz der modernen Industrie, die die Wertschöpfungskette revolutioniert und ganz unterschiedliche Unternehmen und Communities durch Datenaustausch zusammenbringt, um gemeinsam ein Produkt verbessern und den individuellen Bedürfnissen anzupassen.

Aus technischer Perspektive beschreibt die Digitalisierung  die Transformation von Informationen (z.B. Text, Ton, ...) in binäre Daten, um sie elektronisch ohne Qualitätsverlust prinzipiell unbegrenzt zu übertragen, zu speichern und zu verändern. Vor der Digitalisierung wurden sehr unterschiedliche Trägermedien zur Speicherung von Bild und Ton eingesetzt (z.B. Schallplatten, Videokassetten, ...), während die Digitalisierung die Vereinheitlichung von Daten und Trägermedien ermöglicht und so eine überkulturelle Universalsprache geworden ist. Das wahre Potenzial der Digitalisierung und ihre Bedeutung nicht nur für den technischen Fortschritt, sondern auch für die gesellschaftliche Weiterentwicklung, trat spätestens mit dem Internet deutlich zutage. Digitalisierte Informationen, Texte, Bilder, Videos und Tonspuren sind im Internet in der Mehrzahl frei zugänglich und können als komprimierte Dateien heruntergeladen werden. Doch diese unkomplizierte Vervielfältigung und Speicherung von Daten, die so großen gemeinschaftlichen Mehrwert geschaffen hat, geht auch mit gesellschaftlichen Herausforderungen einher: Insbesondere der Schutz des geistigen Eigentums, wie er im Art. 14 des Grundgesetzes verankert ist, ist bedroht. Entsprechend wurden in den vergangenen Jahren zahlreiche technische und rechtliche Rahmenbedingungen geschaffen, die die unerwünschte Vervielfältigung von Daten entgegen dem digitalen Trend wieder einschränken sollen.