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  European Communication Monitor 2014
Quelle: European Communication Monitor 2014
Datenbasis:
2777 Experten für Kommunikation
Region:
Europa
Konzept:
Prof. Dr. Ansgar Zerfass | Prof. Dr. Ralph Tench | Prof. Dr. Dejan Verčič | Dhr. Dr. Piet Verhoeven | Prof. Dr. Angeles Moreno
Bewertung:
Ronny Fechner M.A., Universität Leipzig   Markus Wiesenberg, M.A. Universität Leipzig
Auftraggeber:
-
Turnus:
jährlich
Erscheinungsjahr:
2014

der Kommunikatoren geben an, dass digitale Technologien ihren Arbeitsalltag erleichtern, gleichzeitig empfinden 74,4% aber auch einen steigenden Leistungsdruck.

der Kommunikatoren empfinden ihre Arbeit als vielfältig und interessant.

der Kommunikatoren schätzen Vertrauenswürdigkeit als wichtigste Eigenschaft der Kommunikation von Unternehmen und Organisationen. Danach folgt mit 51,5% die Innovation.

sehen die Verbindung von Business Strategie und Kommunikation als ihre wichtigste Aufgabe.

Worum gehts?

Der European Communication Monitor ist eine Studie, die seit 2007 regelmäßig im jährlichen Rhythmus erscheint und die Top Kommunikatoren Europas rund um strategische Kommunikation befragt. Dabei geht es sowohl um einen Wandel der Kommunikationslandschaft und damit der Arbeit der Kommunikatoren, als auch um Fragen rund um Zufriedenheit, Gehalt, Stresslevel etc. Das Ziel ist ein umfassendes Bild der Aufgaben aber auch des Berufsbildes „Kommunikator“ im Allgemeinen zu zeichnen.

Beurteilung

Mit dem European Communication Monitor 2014 liegt eine sehr umfangreiche und komplexe Studie zum Berufsstand und der Berufslandschaft der Kommunikatoren vor. Dies merkt man auch der Aufmachung an, die sehr schnörkellos und teilweise sehr verwissenschaftlicht (nicht im negativen Sinn) daherkommt. Wie bei so ziemlich allen Studien gibt es auch hier die eine oder andere Frage, die man sich in dieser Form hätte ersparen können. Es ist logisch, dass 88% der Kommunikatoren effektive Kommunikation als wesentlichen Faktor für den Erfolg eines Unternehmens ansehen. Das ändert jedoch nichts an der Tatsache, dass es sich bei dem Monitor um eine Grundlagenstudie der europäischen Kommunikationslandschaft handelt.

Ableitung

Die wichtigste Aussage des diesjährigen Monitors scheint zu sein, dass knapp die Hälfte der Kommunikatoren die Verbindung von Business Strategie und Kommunikation als wichtigste Aufgabe betrachten. Die Anzahl mag dabei wenig erscheinen, sie zeigt jedoch, dass es innerhalb der Kommunikationslandschaft einen Umdenkprozess gibt, der lange schon fällig ist. Gerade in Zeiten digitaler Kommunikation müssen PR und Unternehmenskommunikation zentraler angelegt werden. Das betrifft sowohl den internen als auch externen Bereich. Der zweite Punkt, der auffällt betrifft die Verbindung von Beruf und Privatleben, Neudeutsch „Work-Life-Balance“. Der empfundene Anstieg des Leistungsdrucks und das Gefühl einer Verpflichtung immer online sein zu müssen sind dabei nur ein Spiegel eines gesamtgesellschaftlichen Denkens, gerade bei der jüngeren Generation unter 29 Jahren. Unternehmen werden sich in den nächsten Jahren mit diesem Empfinden auseinandersetzen müssen.