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Gesundheitsstudie
Quelle: Philips Gesundheitsstudie 2015
Datenbasis:
536 Personen ab 16 Jahren sowie Datenbanken des Zukunftsinstituts
Region:
Deutschland
Konzept:
Philips | Zukunftsinstitut  | YouGov
Bewertung:
Zukunftsinstitut
Auftraggeber:
Philips
Turnus:
Einmalig/Erstmalig
Erscheinungsjahr:
2015

informieren sich zu Gesundheitsfragen über Internet und Online-Plattformen. Davor liegen mit 73% nur noch die (Haus-)Ärzte.

wünschen sich Transparenz und Hoheit über die eigenen Gesundheitsdaten.

der 16-24 Jährigen wünschen sich mehr Möglichkeiten sich über das Internet vertrauensvoll und qualifiziert mit Ärzten auszutauschen.
 

sind der Meinung, Ärzte sollten jederzeit und überall auf ihre Gesundheitsdaten zugreifen können.

Worum gehts?

Mit der Gesundheitsstudie 2015 will Philips eine Prognose abgeben, wie der Gesundheitsmarkt der Zukunft aussehen kann. Dazu wurden in einer Metastudie sowohl Studien, Datenbanken und andere Quellen des Zukunftsinstituts als auch anderer Institute und Einrichtungen zusammengefasst und ausgewertet.

Weiterhin wurde ein „Vertrauensbarometer“ entworfen, das auf Grundlage einer „repräsentativen Umfrage“, eine Einordnung ermöglichen soll, wie sehr die Menschen in Deutschland der Gesundheitsversorgung, dem Gesundheitssystem und ihrer eigenen Kompetenz bei Gesundheitsfragen vertrauen.

In einem letzten Schritt wurden eine Typologie der Konsumenten erstellt, die diese in 6 Gruppen einteilt und so helfen soll, unterschiedliche Verhaltensweisend der Konsumenten im Hinblick auf „Gesundheit“ einzuordnen.

Beurteilung

Die Gesundheitsstudie 2015 behandelt die wichtigsten Trends der Branche. Dabei greifen die Experten u.a. auch auf die Datenbasis ihrer bereits erprobten „Megatrends“ zu. Philips spielt inhaltlich in soweit eine Rolle, als  dass das Unternehmen teils als Beispiel für Projekte und Produkte fungiert. Von den erhobenen Daten bzw. Ergebnissen ist Philips als Teil der Branche selbstverständlich ebenfalls betroffen, wie das bei Auftragsstudien zumeist der Fall ist. Dabei scheint es sich bei den Fragen (soweit einsehbar) nicht um Suggestivfragen zu handeln. Einziger Punkt, der negativ heraussticht, ist die relativ kleine Datenbasis (536 Befragte ab 16 Jahren) zu der außerdem keine Stichprobe genannt wird. 

Ableitung

Wichtigste Erkenntnis der Studie ist die zunehmende Bedeutung von Transparenz und Vertrauen als Schlüsselfaktoren für eine neue Gesundheitspolitik sowie die Verwendung von Patientendaten. Es wird davon ausgegangen, dass die Menge an privat erhobenen Daten z.B. über Wearables in den nächsten Jahren steigen wird. Dies geht einher mit dem Wunsch der Leute, die Hoheit über die eigenen Daten zu haben. Dieser Wunsch schließt auch bisherige (elektronische) Patientendaten ein, auch wenn die Verwendung der „neuen“ Gesundheitskarte nach wie vor durch die Gesetzgebung stark beschnitten ist. Dabei ist über die Hälfte der deutschen Bevölkerung der Ansicht, dass die Ärzte jederzeit und überall Zugriff auf ihre Gesundheitsdaten haben sollten und auch die Patienten selbst wünschen sich technische Möglichkeiten um diese Daten selbst verwalten und übertragen zu können. In Zukunft werden so wahrscheinlich mehr Daten erhoben und verarbeitet. Sowohl – und das ist das Novum -  von Kranken als auch von Gesunden. Diese Entwicklung wird die zukünftige Datenverarbeitung und auch den Datenschutz vor neue Herausforderungen stellen. 

MUNICH DIGITAL Healthcare Footprint

  • 12 August 2015
  • Ana Zhelyazkova, Sandra Wagner, Lara Kobilke, Philipp Hoffrichter, Christian Henne 

Umfassende Digitalanalyse über 12 Monate zu Gesundheitsthemen im deutschsprachigen Web. Mit Branchenbetrachtungen.