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PwC Bevölkerungsbefragung Marken 2015
Datenbasis:
8.256 EU-Bürger ab 18 Jahren, bevölkerungsrepräsentativ
Region:
Tschechische Republik, Frankreich, Deutschland, Irland, Italien, Niederlande, Spanien, Großbritannien
Konzept:
TNS Infratest
Bewertung:
TNS Infratest
Auftraggeber:
Vodafone Institut für Gesellschaft und Kommunikation
Turnus:
Einmalig
Erscheinungsjahr:
2015

der Befragten stimmen der Aussage zu, dass dem Staat zur Erhaltung der Sicherheit im eigenen Land der Zugriff auf persönliche Daten gestattet sein sollte 

vermeiden es, über sehr persönliche Dinge in E-Mails oder Textnachrichten zu schreiben, weil sie den Zugriff Dritter befürchten

der befragten Deutschen geben an, einen besonderen E-Mail-Account zu nutzen, der die Nachrichten verschlüsselt 

der Befragten geben an, die allgemeinen Geschäftsbedingungen zu lesen, um sich über die Sammlung und Nutzung ihrer persönlichen Daten zu informieren 

Worum gehts?

Mit seiner Big-Data-Studie will das Vodafone Institute einen Einblick darin geben, was europäische Bürger von Sammeln und Umgang mit persönlichen Daten seitens privater und öffentlicher Institutionen halten. Betrachtet werden Alltagssituationen, die mit der bewussten oder unbewussten Datenweitergabe an Dritte verbunden sind. Erfragt wurden Wissenstand, Verhalten und Einstellung gegenüber Big Data. Irreführend ist jedoch, dass die Fragen eher auf Data Security statt Big Data ausgerichtet sind.

Beurteilung

Die bevölkerungsübergreifende Datenbasis ermöglicht den Vergleich auf mehreren Niveaus – die Daten lassen sich hinsichtlich Alter, Bildungsstand und Herkunftsland aufgeteilt beobachten. Die Hauptstudie ist quantitativ und basiert auf der Aufbereitung und Durchführung einer qualitativen Vorphase mit Fokusgruppen (Deutschland und Italien). Die Ergebnisse der Vorphase ergänzen die Befunde aus der Hauptstudie, wodurch die Umfrage breite und fundierte Insights liefert. Als Kritikpunkt zur Studie muss jedoch erwähnt werden, dass bei einigen Fragen nur ein Teil der Probanden  befragt wird/eine Antwort gibt – der Hintergrund dieser Differenz wird nicht erläutert. Problematisch für die Interpretation der Ergebnisse ist auch, dass Begriffe wie z.B. Datenverschlüsselung nicht konkret definiert sind.

Ableitung

Der Wissensstand der Europäer zum Thema Datensammlung und –nutzung ist nicht besonders hoch – am meisten (28% im Durchschnitt) wissen die Befragten über die Daten, die vom eigenen Arbeitgeber erhoben werden, am wenigsten (20%) sind sie über den Umgang mit Daten bei Online-Zahlungsdiensten informiert. Wie vielleicht erwartbar, verzeichnen Gesundheitseinrichtungen das größte Vertrauen bezüglich der Nutzung persönlicher Daten (43%). Die befragten Deutschen sehen Big Data eher kritisch an – 62% geben an, mehr Nachteile als Vorteile vom Konzept zu finden. Dementsprechend liegen auch die Bundesbürger mit ihren eigeninitiativ angewendeten Methoden zum Thema Datenschutz über dem Durchschnitt.